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Bei diesen Textdokumenten handelt es sich um Einzelstücke aus dem Nachlass des Komponisten. Sie sind als Zeitzeugen zu verstehen. Sie sind nicht geeignet, weitergehende Rückschlüsse auf die Persönlichkeit Günter Lampes zu ziehen. Eine diesbezügliche Darstellung ist für die Zukunft geplant.

Programmhefttext "Sonatine für Mandoline" (1960)

Aus dem Programmheft eines Dozentenkonzerts des Robert-Schumann-Konservatoriums Zwickau am 30.11.1960 (Erhard Fietz, Mandoline und Siegfried Fuchs, Klavier):

GÜNTER LAMPE (GEB.1925)

Sonatine für Mandoline und Klavier (1956)

Günter Lampe ist 1925 in Weimar geboren. Aufgewachsen in einem kunstliebenden Elternhaus, fand er auch schon bald den Weg zur Musik. Von 1947 bis 1951 studierte er an der Hochschule für Musik in Weimar, unter anderem Komposition bei Nationalpreisträger Prof. Ottmar Gerster. Nachdem er vorübergehend bei einem Schauspielensemble als Komponist und musikalischer Leiter tätig gewesen war, wirkt er seit 1952 als Dozent für Tonsatz und Gehörbildung an der Stätte seiner Ausbildung. In seinem musikalischen Schaffen, für das ihm verschiedene Preise zuerkannt werden konnten, erweist er sich als recht vielseitig. Er schrieb Vokal-, Kammermusik- und Orchesterwerke sowie zahlreiche Kompositionen für verschiedene Volksinstrumente, insbesondere für Harmonika.

Die Sonatine für Mandoline und Klavier entstand im Jahre 1956 auf Anregung des Solisten und hat seitdem bereits mehrere Aufführungen erleben können. Mit dem dreisätzigen kleinen Werk will der Komponist dem Spieler gleichermaßen Gelegenheit zu intensiver Tonbildung wie zu technischem Brillieren bieten. Der bewegte erste Satz, dessen Seitenthema einen wiegenden Charakter besitzt, ist in seiner ansprechenden Melodik, mit seinen Taktwechseln und Akzentverschiebungen rhythmisch und harmonisch reizvoll gestaltet. Dem besinnlicheren langsamen Satz folgt ein lebhaftes Rondo als Finale, wobei in der Reprise die beiden ersten Themen nicht noch einmal selbständig wiederkehren, sondern geschickt miteinander verflochten sind.

Die Dokumente dürfen für Zwecke, die in inhaltlichem Zusammenhang mit dem Leben und/oder Werk Günter Lampes stehen, also z. B. für wissenschaftliche Zwecke, mit Angabe der Quelle verwendet werden.

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letzte Änderung: 15.11.2006